Kategorie-Archiv: Allgemein

Barfuss mit Glitzer

…auf dem Folk, Rhythm & Life Festival
5.-8.12.2014

Wow, dieses Wochenende hat mich wirklich mitgenommen. Nicht nur Party- und Hangovermäßig, sondern vor allem der Spirit der Leute und das ganze drumherum.
Ohne Drogen zu nehmen, habe ich mich drei Tage high gefühlt! 😉

Einfach über das komplett naturbelassene Festivalgelände wandern, Leute treffen, singen, lachen, klatschen mit dem spontanious choir, grandiose Musik hören, dazu tanzen oder einfach nur auf den abgeranzten Sofas sitzen und Leute beobachten.
Zwischendurch im Fluss abkühlen oder auch mal vor dem Regen fliehen.

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Barfuss und mit Glitzer im Gesicht rumlaufen, zwischendurch ein bisschen Aktobatik und dann bei einem Cidre die Menschen um einen herum beobachten! Genial!
Und kaum mit Worten und Fotos zu beschreiben!

Es hat mich so gefesselt, dass ich spontan noch einen Tag verlängert habe und am Montag mit Locky und der verrückten Hannah in ihrem VW-Bus (in dem sie auch lebt) zurückgefahren bin.

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Chilling and packing

…with Nicky and Jase in Bendigo

Nachdem ich am Sonntag erfolgreich meine Füße von zwei Tagen Barfusslauf-Erde befreit habe, hatte ich immer noch glitzerndes Haar, aber fühlte mich endlich wieder frisch in meiner Haut!
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My feet before shower (with Arlie)

Ansonsten sind meine Tage hier in Bendigo bei Nicky und Jason (und deren Mitbewohner Rich) eher ruhig und, ganz Chaos Community like: etwas unorganisiert! 😉
Die beiden müssen bis Freitag all ihre Sachen gepackt haben und irgendwo lagern, aber im Haus ist immernoch die Hälfte eingeräumt. 😛
Seit Montag räumen die zwei immer mal wieder Sachen ein, machen aber zwischendurch, auch mir zuliebe, längere Lunch breaks, wie z.B. gestern am See.

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Abends gehen wir meist nicht allzu spät ins Bett, haben Pizza bestellt, waren mit Freunden im Pub „chicken parma“ essen und haben gestern Thai-Curry gekocht.

Heute waren wir das erste Mal im Ort und haben uns von Locky (best Barista in Bendigo und Nickys Bruder) einen Kaffee machen lassen. Danach bin ich noch etwas auf Souvenirsuche gegangen und habe mir auf dem Heimweg die ganzen niedlichen Häuschen angeguckt.

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Gleich wird fürs Festival FRL gepackt…aber erst gleich. Denn noch liege ich in der Hängematte vorm Haus, die wir gerade aufgehangen haben und genieße es, dass grad ein paar Wolken zur Abkühlung aufziehen! 😉

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Back to nature

28.-30.11.2014

Best birthday party ever!
Ohne fließendes Wasser, ohne Strom ohne Toilette und ohne Empfang habe ich das vergangene Wochenende im Wombat Forest, irgendwo zwischen Melbourne und Bendigo verbracht.

Aber: less is more und so geniße ich mit Nickys Familie und Freunden dieses Wochenende im Freien, bemale mich und Nicky mit Farbe, flechte einen Efeu-Blumenkranz, sitze abends am Lagerfeuer, helfe nach dem Essen beim Abwaschen, trinke Cidré, rede und lache viel, genieße die Sonne in der Hängematte und fühle mich rundum wohl zwischen all diesen lieben, gelassenen und offenen Menschen.
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Natalia & me

Es fühlt sich ein wenig an, wie in einer anderen Welt, ein bisschen Kommunendasein, jeder hilft jedem, alles gehört jedem, wir singen und tanzen zusammen, sitzen tagsüber unter bunten Tüchern auf zusammengewürfelten Teppichen mit dicken Kissen und jeder macht das, wozu er grade Lust hat.

Als Nicky ihr Geschenk, eine Maton Gitarre, überreicht bekommt und ihre Mutter, ihr Vater und dann Bonnie und Sonny jeweils eine Rede halten, stehen wir alle im Kreis und nicht nur die Reder haben Tränen der Rührung in den Augen!

Ich bin so froh, dass ich das miterleben und Teil davon sein kann!

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Melbourne, here I am!

…but just for 1 hour. 😉

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Puuh, gerade noch so geschafft den Zug nach Bendigo zu erwischen!

Weil ich unbedingt noch meine Fotos sichern wollte, habe ich mich dazu entschlossen meinen Rucksack für 12$ in ein Schließfach zu geben.
Leider hat der Locker nicht funktioniert, mein Rucksack war eingeschlossen, ich habe das Geld, aber keinen PIN zum abholen bekommen!!
Also musste ich auf die Security warten, die mir einen Code gegeben haben. Aber: ich musste auch nicht mehr bezahlen! :)

Also fix zum nächsten Hostel, Internetnutzung bezahlen, Fotos sichern und schnell wieder zurück zum Bahnhof! Yeah!
Jetzt sitze ich im Zug Richtung Nicky und freue mich auf ein Camping-Feier-Wochenende mit ihr, Jason und all ihren Freunden!!! :)

See you soon, Melbourne!
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The Overland

28.11.2014

Ohh, das Weckerklingeln schmerzt in meinen Ohren und ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe aufzustehen und im gleichen Schritt noch die Bettwäsche abzuziehen, damit ich sie mit meinen Rucksäcken zur Rezeption schleppen kann.

Um 7:30 ist Boarding vom Zug „The Overland“ nach Melbourne.
Am Gleis treffe ich Tom wieder, der mit auf der Kangaroo Island Tour war und jetzt seine Schwester zum Geburstag besuchen möchte.

Zum Glück schaffe ich es fast 3 Stunden zu schlafen, bevor ich mich mit Tom in den Speisewagen setze und ein bisschen quatsche.

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Danach noch zwei, drei Stündchen lesen, Nickerchen machen, die Landschaft beobachten, was zu trinken holen, nochmal quatschen und schon sind die 12 Stunden rum! Gefühlt waren es nur 6 Stunden! Genial! 😉

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Jetzt stegen wir hier 10 Meter vom Bahnhof entfernt und können nicht aussteigen, weil ein anderer Zug vor uns ist!

Und ich wollte noch kurz in ein Internetcafé und meine Fotos sichern, bevor ich Richtung Woodend zu Nickys Campground Party fahre…

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Kangaroo Island Day II

27.11.2014

Ich find’s jetzt schon schade, dass ich hier nur zwei Tage bleiben kann!
Die Insel ist einfach super schön mit so unglaublich vielen Tieren, die man alle aus nächster Nähe betrachten kann!

Heute starten wir mit den Remarkable Rocks, eine 500 Millionen Jahre alte Steinformation, die durch Lava und Eruption geformt wurde.

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Danach gehts wieder zur Tierwelt: Beim Admirals Arch können wir hunderte von Seehunden beim Spielen, schlafen und kämpfen beobachten! Einfach der Wahnsinn!
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Danach fahren wir noch an einen Strand, haben mal wieder BBQ zum Mittag und lassen uns dann mit der Fähre wieder auf „die andere Insel“, wie die Bewohner von Kangaroo Island Australien bezeichnen, schippern.

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Abends im Hostel quatsche ich noch ein bisschen mit Leuten von der Tour und Leuten aus dem Hostel und gehe mal wieder später als geplant ins Bett.
…aber egal: ich kann ja auf der 12 Stunden langen Zugfahrt nach Melbourne schlafen! 😉

I love KI

Kangaroo Island
26.11.2014

Grade fängt der zweite und letzte Tag auf Kangaroo Island an: wir sind eine kleine Gruppe von 10 Leuten und lassen uns von Brad die Insel zeigen.
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Mit der langsamsten und weltweit teuersten Fähre haben wir gestern übergesetzt, nachdem wir durch die Weinregion Fleurieu Peninsula gefahren sind.
Wir waren auf einer Eukalyptusfarm, haben am Strand Seelöwen beobachtet, waren in der little Sahara Sandboarden, haben Känguruhs, Wallabies, ein Echidna und einen laufenden Koala gesehen…sind Kajak gefahren, hatten Spaß auf Kinderspielgeräten und haben auf einer authentisch australischen Farm übernachtet.

Wow! Einfach wahnsinn, wieiviel wir an einem Tag erlebt haben! Obwohl die Matratze (wie alle Hostelbetten) nicht die bequemste war, bin ich sofort eingeschlafen. 😉
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This is Adelaide

25.11.2014

Mit einem gelbbläulichen Licht wache ich, obwohl ich meine Schlafbrille anhabe, pünktlich zum Sonnenaufgang auf: weiches, gelbliches Gras gesprenkelt durch Eukalyptusbäume zieht am Zug vorbei.
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Um 7:10 kommt der Indian Pacific in Adelaide an und ich teile mir mit Silvia aus dem Zug ein Taxi in die Stadt.

Total übermüdet beschließe ich heute in ein Einzelzimmer im Hostel zu gehen, da ich das jetzt schon beziehen und somit in Ruhe den fehlenden Schlaf der letzten Nacht nachholen kann. Gute Entscheidung! 😉

Nach einer heißen Dusche (inkl. Haarwäsche – im Zug habe ich auch schon geduscht, hatte aber mein Shampoo vergessen) fühle ich mich wieder fit und gehe in die Stadt, Richtung Torres Lake, der aber eher aussieht, wie ein Flüßchen.

Mmh, ich glaube, dass Adelaide nicht meine Lieblingsstadt wird.
Aber das Universitätsgelände ist toll: alte und neue Gebäude in Kombination, zwischen dem Stadtsee und der Einkaufsstraße gelegen.
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Ich schlendere noch ein bisschen durch die Rundle Mall und versuche hier die Stadt und ihre Bewohner zu begreifen.
Ansonsten finde ich Adelaide sehr laut, da viele große Straßen schachbrettartig angeordnet sind und somit überall Verkehr ist.

Zurück im Hostel, mache ich Wäsche, skype kurz mit Chris, esse free BBQ, spiele Killerpool und treffe schon Leute, die morgen mit auf die Kangaroo Island Tour gehen werden.

Schnell noch den Rucksack packen und jetzt ab ins Bett…morgen werden wir um 5:55 abgeholt.

Indian Pacific – Day II

24.11.2014

So, erste Nacht von zweien überstanden…und das sogar besser als anfangs gedacht. Es gibt hier keine Möglichkeit die Füße hochzulegen, also habe ich mein Handtuch um den Haltegriff geknotet, um dann meine Füße in die Schlaufe zu legen. So bin ich dann, begleitet von einem hollywoodreifen Science Fiction Traum, eingeschlafen.

Jetzt fahren wir durch das Nullabor Plain, ein flaches, trockenes Gebiet, doppelt so groß wie England. (Ich lese grade, dass das Wort „Nullabor“: Abwesenheit von Bäumen heißt)
Joa, stimmt!
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Im Moment geht es 476km schnurstraks geradeaus, die längste gerade Zugstrecke der Welt entlang. Immerhin wackelt es dann weniger…so ganz ohne Kurven. 😉

Heute Mittag halten wir dann in Cook, einem sehr, sehr, seeeehr isolierten Dörfchen mitten im Nirgendwo: nach Westen und Osten jeweils über 1000km nach Perth und Adelaide, 100km entfernt von einem Highway, 5 Stunden bis zu einer etwas größeren Stadt und 12 Stunden Fahrt bis zum Dorfdoktor!
Gemeldete Einwohner: 4
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Nach südaustralischer Zeit geht es weiter…nur noch 16 Stunden bis nach Adelaide. :)
Jetzt kommt auch kein offizieller Halt mehr, bei dem ich aussteigen könnte.

Ich hoffe die Landschaft wird nochmal interessanter….

Beim Lesen von „Spuren“ schlafe ich ein, wache ca. 1,5 Stunden später auf und sehe wieder Bäume um mich herum! :)

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Bevor ich mich schlafen lege spiele ich mit drei anderen Gästen Karten und lege mich später unter meinen Schlafsack ans Fenster, höre Musik und beobachte den Sternenhimmel, bzw. das auf dem Rücken liegende Einhorn. (Dank der App StarWalk gefunden)

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On the Indian Pacific – Day I

23.11.2014

643 m lang
27 Waggons
4300 km from Indian Ocean to Pacific
Keine Ahnung wieviele km von Perth nach Adelaide
~140 passengers im Moment (weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe. Unser Abteil ist jedenfalls nur zu 1/4 besetzt.)

Yeeeaaah! Erster Stopp: Kalgoorlie! Suuuuper! Nicht!

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Ich sitze am verlassenen Bahnhof, höre die Grillen zirpen, die Bahn fiepsen, trockene Blätter über den Bahnhof wirbeln. Trinke schwarzen Tee und frage mich, warum ich überhaupt bis hierhin wachgeblieben bin. Mir ist schwindelig und ich konnte grade, als die drei Reisebusse zur Goldmienentour aufgebrochen sind, feststellen, dass ich diese Reise minestens 40 Jahre zu früh mache. Jaaa: es sind gefühlt nur Personen, die älter als 60 Jahre sind an Board. Natürlich kamen die grad alle aus ihren Gold- und Platinkabinen geschlüpft, um sich die Sehenwürdigkeiten dieses Ortes für 80$ anzuschauen.
Naaajaaa. Kalgoorlie. Yiiieehaaa.
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Bis hierhin war es aber ganz schön. Immerhin habe ich einen tollen Sonnenuntergang beobachtet, gjte Musik gehört, habe zwei Sitze für mich und ich konnte mir schon einige Gedanken über mich, mein und das Leben im Allgemeinen machen.
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Wenn das so weitergeht, komme ich am Dienstag sehr viel weiser in Adelaide an! 😉

Wenn ich meinen Tee aufgetrunken habe, wird es ca. 0:30 sein und das heißt für mich dann: schlafenszeit!

Eigentlich ist es dann aber erst 23:30, aber der Zug stellt zwei- anstatt einmal die Uhr um. Warum? Naja, australische Logik wahrscheinlich. 😉

Na dann: gute erste Nacht!
…ich freu mich jetzt schon aufs Hostelbett!

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